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Bei uns in der Firma ist Homeoffice offiziell noch nicht wirklich vorgesehen. Laut meinem Leiter ist das Thema aber aktuell in Planung, darum beschäftigt mich diese Diskussion gerade etwas mehr. Was mich besonders überrascht, ist nicht einmal nur die Haltung vom Arbeitgeber, sondern dass gewisse Mitarbeitende selber stark dagegen sind. Manche stellen sich direkt auf die Seite des Arbeitgebers und sagen sinngemäss: „Zuhause wird sowieso nicht gearbeitet“ oder „Im Homeoffice ist man sicher unproduktiver.“ Ich finde diese Denkweise schwierig. Natürlich kann es sein, dass Homeoffice nicht bei jeder Person gleich gut funktioniert. Aber warum geht man automatisch davon aus, dass jemand zuhause nichts macht? Wenn jemand im Homeoffice seine Aufgaben nicht erledigt, nicht erreichbar ist oder die Leistung schlechter wird, würde das doch auffallen. Dann kann man es immer noch einschränken oder wieder streichen. Aber wenn die Arbeit gemacht wird, Mails und Anrufe beantwortet werden und die Person erreichbar ist, wo genau ist dann das Problem? Ich finde auch, man muss ehrlich sein: Nur weil jemand 8.4 Stunden im Büro sitzt, heisst das nicht automatisch, dass diese Person die ganze Zeit produktiv ist. Auch im Büro gibt es ruhige Phasen, Wartezeiten oder Momente, in denen gerade nicht viel läuft. Ob man solche Zeiten im Büro überbrückt oder zuhause, ändert am eigentlichen Arbeitsergebnis nicht wirklich viel. Was ich krass finde: Manche Leute wollen nicht einmal einen Tag Homeoffice pro Woche oder sind sogar dagegen, dass andere diese Möglichkeit bekommen. Ich verstehe völlig, wenn jemand lieber im Büro arbeitet, Struktur braucht oder den Austausch mit Kollegen mag. Aber warum muss man anderen dann diese Möglichkeit schlechtreden? Für mich sollte Homeoffice einfach anhand der Leistung beurteilt werden: Sind die Aufgaben erledigt? Ist die Person erreichbar? Funktioniert die Kommunikation? Wenn ja, sehe ich nicht, warum ein Tag Homeoffice pro Woche so ein grosses Problem sein sollte. Gerade wenn Homeoffice sowieso in Planung ist, fände ich es sinnvoll, es einfach testweise mit klaren Regeln einzuführen. Dann sieht man schnell, ob es funktioniert oder nicht. Manchmal wirkt es auf mich so, als ob gewisse Leute Anwesenheit automatisch mit Arbeit gleichsetzen. Dabei sollte es doch eher darum gehen, ob die Arbeit am Ende erledigt wird. Was denkt ihr? Warum sind manche Mitarbeitende selbst so stark gegen Homeoffice, obwohl es sie eigentlich nicht direkt betreffen müsste? submitted by /u/Objective-Custard-65

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