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Hoi zäme, ich bewohne seit 11 Jahren eine Mietwohnung im Kanton Zürich (Bj. Mitte 1990er). Die raumhohen Fenster aus einer Aluminium-Holz-Konstruktion sind mind. 30 Jahre alt und bereiten mir mittlerweile erhebliches Kopfzerbrechen. Betroffen sind mehrere separate Schwenkflügel. Die innenseitige Holzkomponente hat sich punktuell derart gewölbt/verzogen, dass die Flügel keinen planen Kontakt mehr zum Rahmen haben (im verriegelten Zustand wohlgemerkt). Der grösste messbare Spalt zwischen Flügel und Rahmen beträgt 5 mm in der Tiefe (im rechten Winkel zum Rahmen gemessen) auf einer Gesamtlänge von 70 cm. Die Wohnung liegt direkt an einer viel befahrenen Quartierstrasse und unmittelbar an einer Kantonsstrasse. Den Strassenlärm kriege ich überall in der Wohnung ungefiltert über ein unnatürliches Zischen und Rauschen mit. Ich bin psychisch schon stark vorbelastet und behinderungsbedingt auf mein Zuhause als wichtigsten Rückzugsort angewiesen, wo ich meinen Alltag mit verschiedenen autodidaktischen Studien verbringe. Diese abnormale Geräuschkulisse führt nun aber dazu, dass ich mich in den eigenen vier Wänden überhaupt nicht mehr richtig konzentrieren oder erholen kann. Ein ständig wahrnehmbares Hintergrundrauschen vom Verkehr bin ich gewohnt und ist an sich kein Problem. Ich bin an einer Kantonsstrasse aufgewachsen. Vor dem Einzug in die jetzige Wohnung wusste ich also, worauf ich mich einlasse. Aber dieses permanente Zischen und Rauschen vorbeifahrender Fahrzeuge halte ich nicht länger aus. In den ersten 8 Jahren hatte ich Ruhe. Der eindringende Lärm verstärkte sich allmählich in den letzten 3 Jahren. Die Verwaltung ist leider keine Hilfe. Anliegen werden systematisch so lange verschleppt, bis ich meine Geduld verliere und aufgebe. Die von ihr beauftragen (und befreundeten) Firmen reden Mängel klein und speisen mich mit kostengünstigen Notlösungen ab. Auf die Fenster angesprochen, wurden gnädigerweise zwei separate Schreiner (warum nicht Fensterbauer?) organsiert, die jedoch komplett am Problem vorbeigearbeitet haben. Der erste justierte die Flügelausrichtung und hinterliess dabei mit einem Nageleisen ein paar unschöne Abschiedsgeschenke in Form von Schrammen. Er machte den Papiertest (Blatt Papier zwischen Flügel und Rahmen einklemmen) bewusst an unproblematischen Stellen und urteilte, dass die Fenster dicht sind. Der zweite Schreiner schlug einen Dichtungstausch vor und kapitulierte vorzeitig wegen des hohen Aufwands und der Ungewissheit, ob neue Dichtungen das Problem lösen würden (hätten sie nicht). Bei einem der Termine wurde ausserdem der Anpressdruck geprüft und für in Ordnung befunden. Seitdem sind 2 Jahre vergangen. Die Spalten habe ich mittlerweile notdürftig an den Seiten mit selbstklebenden Silikondichtungsbändern der Marke tesa moll abgedeckt, was für ein bisschen Erholung gesorgt hat. Teilweise liegen 2 Stück übereinander. Insgesamt sind bereits 4 Flügel von mir “ausgebessert” worden. Das soll und darf natürlich keine dauerhafte Lösung sein, zumal immer wie mehr Flügel betroffen sind. Doch was tun bei einer sturen Verwaltung? Aktuell habe ich den Eindruck, ich zahle den Mietzins bloss für das Bleiberecht. Das Fensterglas müsste schon zerbrochen sein, das Holz geborsten, dass die Verwaltung auf die Idee käme, etwas Neues zu besorgen. Wie sieht es mit der technischen Seite aus? Könnte ein Fensterbauer die Flügel durch zusätzliche Installationen so ausbessern, dass sie nachher über die gesamte Länge bündig angepresst werden? Wie setze ich eine solche Forderung überhaupt durch? Welche Rechte habe ich? Ich bin mittlerweile so verunsichert und ratlos, dass ich gar nicht mehr abwägen kann, ob es unverschämt oder rechtens ist, eine derartige Nachbesserung von der Verwaltung einzufordern. Instinktiv weiss ich, dass ich so nicht denken darf, aber gleichzeitig fehlt mir der Mut, die nächste Eskalationsstufe zu zünden, und das wäre wohl oder übel eine scharfe Mängelrüge via Einschreiben mit Druck auf Nachbesserung - und zwar eine, die das Problem komplett beseitigt, die gewohnte Schalldämmung wiederherstellt. Keine halben Sachen mehr. Was für Druckmittel habe ich ausser meine Hartnäckigkeit, die auf die Verwaltung mittlerweile wirkt wie ein kläffender Chihuahua, der gekonnt ignoriert wird? Wäre es sinnvoll, eine Rechtschutzversicherung mit Schwerpunkt Mietrecht abzuschliessen, die mir hier den Weg weisen kann? Ich bin für jeden Ratschlag, jede technische oder rechtliche Einschätzung von euch dankbar. Merci vill Mal fürs Durchlesen und beste Grüsse. submitted by /u/conspexi

Originally posted by u/conspexi on r/Switzerland