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Hallo zusammen, meine Frau arbeitet bei einer Firma in ZH in der Werkstatt. Seit Juni 2025 hat sie einen neuen Vertrag mit 30%-Pensum = 12.6 Stunden pro Woche, da die Aufträge halt fehlen. Es gilt der GAV zwischen Arbeitgeber Zürich VZH und dem Kaufmännischen Verband Zürich. Das Problem: Der AG teilt sie komplett nach Auftragslage ein. Manche Wochen arbeitet sie 0 Stunden, dann plötzlich 3 volle Tage (bis zu 25.75h in einer Woche, mehr als das Doppelte vom Soll). Seine Begründung: “Diese Woche viel arbeiten, nächste Woche gibts vielleicht wenig.” Das zieht sich seit Jahresanfang so durch. Konkret in den ersten 10 Wochen 2026: 4 Wochen massiv über Soll (21-25h) Restliche Wochen deutlich unter Soll oder gar nicht eingeteilt Insgesamt ca. 47h Mehrarbeit über dem Soll Wir gehen von Folgendem aus: Der Vertrag sagt 12.6h/Woche. Der AG kann die Stunden nicht einfach nach Lust und Laune verschieben. Das ist faktisch Arbeit auf Abruf, die vertraglich nicht vereinbart ist. Wenn der AG sie in einer Woche nicht einsetzt weil zu wenig Arbeit da ist, ist das Annahmeverzug (Art. 324 OR). Das ist sein unternehmerisches Risiko. Die Minusstunden gehen zu seinen Lasten und meine Frau muss sie nicht nacharbeiten. Für die Wochen wo sie über 12.6h gearbeitet hat, steht ihr ein 25% Zuschlag zu. Der Vertrag verweist in Punkt 2 explizit auf Art. 17 GAV für die Entschädigung von Mehrarbeit. Es gab einen älteren Stellenbeschrieb von 2022 wo evtl. was von “flexibel” stand. Der wurde aber durch den neuen Vertrag (Pensumsänderung) vom Juni 2025 ersetzt, der klar 30% = 12.6h/Woche festlegt. Liegen wir mit unserer Einschätzung richtig? Übersehen wir etwas? Meine Frau hat leider Depressionen und kann sich selber schlecht wehren, deshalb kümmere ich mich darum. Danke für jeden Input! submitted by /u/Wuffel_ch

Originally posted by u/Wuffel_ch on r/Switzerland